Kräuterzentrum
Noordwijk-Binnen beherbergte im Mittelalter das St. Barbara-Kloster. Dort wurden von den Nonnen die ersten Kräuter angebaut. Im 18. und 19. Jahrhundert war Noordwijk das wichtigste Kräuterzentrum der Niederlanden. Verkauft wurden sie vor allem in Amsterdam. Der Hauptverwendungszweck war die Herstellung von Arzneimitteln. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden dann die pflanzlichen Heilmittel langsam durch chemische hergestelltene Arzneien verdrängt.
Blumenschauen
Als Ersatz für den Kräuteranbau bot sich der Anbau von Blumenzwiebeln an. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts stieg die Zahl der in diesem Bereich tätigen Unternehmer auf 250. Gemeinsam bewirtschafteten sie eine Fläche von ca. 252 ha. Die Felder waren übersäht von Tulpen, Narzissen, Gladiolen usw. Die meisten Felder liegen gleich hinter den Dünen, da die sandigen Böden besonders gut für die Zwiebeln geeignet sind. Die Felder wurden als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Noordwijk wurde vor allem dank seiner spektakulären Blumenschauen national und international bekannt. 1932 wurde auf dem Landgut Offem ein Florapark eingerichtet und auch auf ausländischen Ausstellungen wurden die Beiträge aus Noordwijk sehr bewundert.
Das war sehr gut für den Export von Blumenzwiebeln und später auch für die Ausfuhr von Blumen.
Heute erstreckt sich der Anbau von Blumenzwiebeln in Noordwijk auf 311 ha.